Bergtour vom Sylvensteinspeicher auf das Demeljoch im Herbst

Bergtour Demeljoch

Der Herbst verwöhnt uns mit dem Wetter nicht besonders und daher habe ich bisher nicht so viele Berg- und Rennradtouren unternommen. Eine Ausnahme hat der herrliche Kurzurlaub in Mayrhofen in den Zillertaler Alpen Ende September dargestellt.

Am letzten Wochenende zeigte sich wieder etwas mehr Sonne. Am Samstag lief ich gemütlich 15 km quer durch Dachau und den Sonntag reservierten wir wiederum für eine Bergtour. Während des Abendessens Samstagabend fiel unsere Entscheidung auf den Gipfel Demeljoch (1924 m) oberhalb des Sylvensteinspeichers im Vorkarwendel.

Der Startpunkt unserer Wanderung war der kleine Ort Fall am Sylvensteinspeicher. Diese Region ist nur eine Autostunde von München entfernt.

Als wir die Bergtour um 11 Uhr angefangen hatten, war es noch ziemlich frisch und ich zog Handschuhe an. Wir gingen eine Stunde lang (ca. 6,5 km) auf einer asphaltierten Straße, die an der Dürrach entlang verläuft. Bald wurde uns warm und wir genossen die Sonne und die wunderschönen Herbstfarben in den Bergen. Die Laubbäume hatten schon viele Blätter verloren und der Wanderweg war teilweise von bunten Blätter bedeckt. Daher mussten wir beim Abstieg vorsichtig gehen, um nicht auszurutschen.

Nach ca. 2,5 km hatten wir die erste Möglichkeit, mit dem Aufstieg auf den Gipfel anzufangen. Allerdings entschieden wir uns, von der Südseite aufzusteigen und gingen auf der breiten, asphaltierten Straße weiter, bis wir den Wanderpfad zum Demeljoch endlich erreichten. An diesem warmen Herbsttag waren viele Mountainbiker unterwegs, die uns immer wieder überholten.

Nach einer Stunde erreichten wir die Demmel-Alm (1203 m), wo wir eine kurze Rast machten. Weiter ging es Richtung Norden. Oberhalb der Alm, am Waldrand, sahen wir eine einsame Gämse, die kaum Angst hatte und uns beobachtete, während ich sie fotografierte.

Danach gingen wir an den Almen Demel-Hochleger (1659 m) vorbei. Weiter verlief der Wanderweg über einen einem steilen Berghang, an der Staatsgrenze vorbei. Von dort aus hatten wir endlich herrliche Blicke auf die Berge sowie unser Ziel, das Demeljoch.

Mittlerweile war das Wetter leider nicht mehr so schön. Nach insgesamt 3,5 Stunden Wanderzeit (vom Sylvensteinspeicher aus) erreichten wir den Gipfel. Dort war es kalt und windig. Das Gipfelglück war diesmal nicht so groß, weil die wunderschönen Blicke wegen des bedeckten Himmels fehlten.

Wir verbrachten eine Viertelstunde auf dem Demeljoch und begannen gleich mit dem Abstieg. Unterhalb des Gipfels nahmen wir einen anderen Wanderweg Richtung Westen. Es handelte sich hier um einen schmalen, teilweise stark ausgesetzten Wanderpfad. Wir gingen am Dürrenberg (1625 m) vorbei und von dort aus konnten wir zum ersten Mal den Sylvensteinspeicher von oben sehen.

Weiter ging es durch einen schönen Laubwald hinunter, der im Herbst an einen Märchenwald erinnerte. Der Abstieg dauerte insgesamt 2,5 Stunden.

Unsere Bergtour war eine 20-km-Rundwanderung. Mit dem Wetter hatten wir diesmal kein Glück, aber trotzdem war es ein toller Tag mit viel Bewegung inmitten der wunderschönen Bergwelt. Man kann doch nicht immer tolles Wetter und viel Sonnenschein haben.

 

 

 

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