Das wunderschöne Salzkammergut – abenteuerliche Wintertour auf den Hohen Sarstein und Entspannen am Hallstätter See

Kurzurlaub Salzkammergut

Fast jeder Münchner kennt das Salzkammergut in Österreich. Diese wunderschöne Region liegt ca. 50 bis 100 Kilometer östlich von Salzburg und ist ab Oberbayern aus relativ schnell (in ca. 2,5 Stunden) mit dem Auto erreichbar. Das geschichtsträchtige Salzkammergut ist berühmt für seine wunderschönen Landschaften, die von zahlreichen malerischen Seen vor der herrlichen Bergkulisse geprägt sind. Zu den größten Seen gehören Mondsee, Wolfgangsee, Attersee, Traunsee und Hallstätter See.

Im Sommer locken die Berge mit atemberaubenden Seeblicken unzählige Wanderer und Mountainbiker. Im Winter kommen hier die Wintersportler auf ihre Kosten. Skifahren, Langlaufen, Schneeschuhwandern oder Skitouren garantieren eine Menge Erlebnisse und Abenteuer. Die beliebte Ferienregion bietet aber auch erholungssuchenden Touristen und Familien hervorragende Möglichkeiten, einen unvergesslichen Urlaub zu verbringen. Das wunderschöne Salzkammergut hat eine hervorragende touristische Infrastruktur mit zahlreichen komfortablen Hotels mit Pools und großem Wellnessangebot, guten Restaurants, gemütlichen Cafés, Badestränden sowie Bergbahnen, die jeden Urlauber schnell und bequem in die Berge bringen.

Wochenendtrip ins Salzkammergut – Grundlsee und Hallstätter See

Obwohl das berühmte Salzkammergut für mich so schnell erreichbar ist, war ich am letzten Wochenende zum ersten Mal dort. Zum Einstieg habe ich mir die Gegend um den bezaubernden Ort Hallstatt ausgesucht, der sich am gleichnamigen See befindet. Hallstatt war mir schon von Bildern im Internet und aus Reiseführern bekannt.

Am Abreisetag (letzter Freitag im März) buche ich das passende Hotel über booking.com – Mondi-Holiday Seeblickhotel am Grundlsee. Das Hotel begeistert mich sofort mit seiner wunderschönen Lage direkt am See und dem großen Indoorpool mit Berg- und Seeblick. Das Preis-Leistung-Verhältnis (200 € pro Person für 3 Nächte mit Frühstück) für das komfortable 4-Sterne-Hotel ist hervorragend. Wir fahren erst am Abend los und erreichen in der Nacht das Hotel. Im Hotelrestaurant planen wir bei einem Glas Wein die Bergtour für den nächsten Tag. Es wird der Hohe Sarstein sein.

Wintertour auf den Hohen Sarstein (1975 m)

Tourdaten:
Höhendifferenz: ca. 1600 m
Distanz: ca. 17 km
Startpunkt: Parkplatz am Hallstätter See in Obertraun (500 m)
Endpunkt: Bahnhof Steeg-Gossau
Ziel: Hoher Sarstein (1975 m)
Dauer: ca. 8 Stunden

Ich stehe um 6.30 Uhr auf, um vor dem Frühstück ein paar Bahnen im Hotelpool zu drehen. Die herrlichen Blicke kann ich nicht genießen, weil alles im Nebel liegt. Die graue Suppe soll sich aber spätestens am Mittag auflösen. Die Wettervorhersage für das Wochenende in Hallstatt verspricht nämlich Sonne und 15 Grad.

Nach dem Frühstück fahren wir 15 Kilometer zum Ort Obertraun, der am südlichen Ufer des Hallstätter Sees liegt. Wir sehen uns den See an, knipsen ein paar Bilder und starten die Tour. Die Schneeschuhe lassen wir im Auto. Wir sind zu faul, um sie zu schleppen. Wir wissen nämlich nicht, ob wir den Gipfel überhaupt erreichen. Auf der langen Strecke sind nämlich 1500 Meter Höhenunterschied zu bewältigen.

Der Nebel hat sich noch nicht aufgelöst und wir können keine Blicke genießen. Durch den Wald gehen wir flott den Berg hinauf. Überall brühen wunderschöne weiße Schneerosen.

Nach 1,5 Stunden erreichen wir die Höhe von ca. 1400 Metern. Hier hört der Nebel auf. Zum zweiten Mal kann ich in den Alpen das Naturschauspiel Wolkenmeer bewundern. Unten liegt alles im Nebel und oben scheint herrlich die Sonne.

Bald sind wir auch an der Sarsteinhütte (1620 m). Hier gibt es viel Schnee, der die Hütte umhüllt. An diesem bezaubernden Ort machen wir eine längere Rast. Wir überlegen uns, ob wir die Tour fortsetzen. Es ist erst 15 Uhr, aber wir vermissen unsere Schneeschuhe. Außerdem haben wir erst die halbe Strecke zurückgelegt. Der weitere Aufstieg im Schnee wird sehr mühsam sein. Trotzdem versuchen wir es und gehen weiter Richtung Gipfel.

Oberhalb der Hütte genießen wir weite Blicke bis zum mächtigen Dachstein sowie auf Orte und Seen des südlichen Salzkammerguts.

Erstaunlicherweise ist der Schnee nicht so tief und wir können langsam hinaufgehen. Nur ab und zu versinken wir bis zu den Knien im tiefen Schnee, aber dann geht es wieder. Wir sind wie verzaubert und denken gar nicht daran umzudrehen. Bald ist der Gipfel zu sehen. Kurz davor hat sich eine gewaltige Schneewechte herausgebildet. Wir dürfen nicht zu nah herangehen. Wer die Wechte betritt, fällt mit der Wechte als Lawine hinunter.

Um 16.30 Uhr befinden wir uns endlich auf dem Gipfel. Es ist wunderschön hier. Der Hohe Sarstein ist ein herrlicher Aussichtsberg. Richtung Norden blickt man zum Altausseer See und Richtung Süden auf den Dachstein mit seinem gigantischen Gletscher.

Unser Gipfelglück ist riesig, weil unverhofft. In dieser wilden, verschneiten Bergwelt sind wir die einzigen Menschen. Diesmal habe ich ein praktisches, leichtes Stativ dabei, mit dessen Hilfe wir ein paar gemeinsame Bilder auf dem Gipfel machen. Danach müssen wir mit dem Abstieg beginnen. Es ist kurz nach 17 Uhr. Wir nehmen einen anderen, kürzeren Weg, um möglichst schnell im Tal zu sein. Eine Stunde später genießen wir den herrlichen Sonnenuntergang.

Die letzten 300 Höhenmeter gehen wir in der Dunkelheit. Allerdings befinden wir uns schon in kleinen Bergdörfern oberhalb des Hallstätter Sees. Den Parkplatz in Obertraun können wir nicht erreichen. Der Ort am anderen Ende des langen Sees ist 15 km entfernt. Das ist kein Problem. Der Bahnhof in Steeg-Gossau liegt in der Nähe. Mit dem vorletzten Zug brauchen wir nur eine Viertelstunde zum Auto.

Hinweis: Bei unserer abenteuerlichen Winterwanderung auf den Hohen Sarstein handelt es sich um eine schwere Bergtour, die nur bei lawinensicheren Verhältnissen und in Begleitung einer Person mit guter Bergerfahrung oder eines Bergführers unternommen werden kann. Im Winter empfehle ich, die Schneeschuhe unbedingt mitzunehmen.

Erholungstag am Grundlsee und in Hallstatt sowie eine kleine Wanderung zur Aussichtsplattform Welterbeblick

Nach der langen Bergtour mit 1600 Höhenmetern verbringen wir den draufkommenden Tag wesentlich gemütlicher. Ich will unbedingt nach Hallstatt fahren, um dort spazierenzugehen und die Bilderbuchmotive selbst zu fotografieren.

Der schöne, kleine Ort liegt auf einem schmalen Ufersteifen zwischen dem See und den steilen Berghängen. Das berühmte Postkartenmotiv befindet sich am nördlichen Rand von Hallstatt. Man blickt auf die sehenswerte Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, die sich am Seeufer vor der herrlichen Bergkulisse befindet, sowie die vielen malerischen Häuser. Was für eine Aussicht!

Hallstatt gehört zur UNESCO-Welterbestätte Hallstaat-Dachstein-Salzkammergut. Kein Wunder, dass der Ort äußerst beliebt bei Touristen aus der ganzen Welt ist. Sogar Ende März waren die schmalen Gassen des Ortes schon sehr gut besucht. Im Sommer herrscht hier sicher noch viel mehr Trubel. Daher ist die Nebensaison ideal für einen Kurzurlaub in Hallstatt.

Nach dem Spaziergang durch Hallstatt machen wir eine kleine Wanderung (ca. 400 Höhenmeter) zur Aussichtsplattform Welterbeblick. Es ist ein empfehlenswerter Ausflugstipp. Die Aussichtsplattform schwebt 360 Meter über Hallstaat. Wir gönnen uns Kaffee und Kuchen im Restaurant Rudolfsturm und genießen die wunderschönen Blicke über den Ort und den Hallstätter See.

Wer keine Zeit oder Lust hat, die 400 Höhenmeter zu bewältigen, gelangt mit der Zahnradbahn zur Aussichtsplattform gelangen.

Danach geht es zurück nach Hallstatt und zum Aussichtspunkt, um das Postkartenmotiv im anderen Licht zu fotografieren.

Am Montag müssen wir das Salzkammergut leider wieder verlassen. Sehr schade – es ist ein herrlicher Tag mit strahlender Sonne und blauem Himmel. Nach dem Check-out mache ich noch einen kleinen Spaziergang am Grundlsee, um den wunderschönen See und das Hotel zu fotografieren.

Unsere Unterkunft Mondi-Holiday Seeblickhotel am Grundlsee

Das schöne Hotel hat eine traumhafte Lage. Es ist auf einer Anhöhe gelegen und bietet herrliche Blicke über den Grundlsee und die Berge.

Der Indoorpool ist ziemlich groß und ansprechend gestaltet. Vom Schwimmbecken und den Liegen aus genießt man einen Panoramablick auf die Berge und den See. Den Panorama-Wellnessbereich und Panorama-Ruheraum habe ich nicht genutzt. Das Frühstückbuffet im Restaurant Seeblick bot eine große Auswahl und schmeckte sehr gut. Zu Abend haben wir im Restaurant in benachbarten Ort Bad Aussee gegessen. Allerdings würde ich mir im Sommer das Abendessen auf der Terrasse vor der traumhaften Bergkulisse nicht entgehen lassen. Herrlich muss dort auch das Frühstücken sein.
Wir haben in einem günstigen Standard-Doppelzimmer ohne Seeblick gewohnt. Wunderschön sind die Zimmer, Suiten und größere Appartements mit Seeblick sein, insbesondere wenn man mehr Zeit im Hotel verbringt.

Günstige Angebote für das Mondi-Holiday Seeblickhotel findet man, auch sehr kurzfristig, auf booking.com.

 

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