Genussvolle Rennradtour im Allgäuer Königswinkel

Rennradtour Allgäuer Königswinkel

Die Region um Füssen im bayerischen Allgäu wird oft als der Allgäuer Königswinkel genannt. Ihre herrliche Lage zwischen der Ammergauer Alpen, Tannheimer Berge und den malerischen Hügeln im Norden sowie wunderschöne Seen und zahlreiche Schlösser locken unzählige Besucher. Weltweit bekannt sind die Königsschlösser Neunschwanstein und Hohenschwangau. Auch Füssen mit seiner malerischen Altstadt und dem imposanten Hohen Schloss ist eine sehenswerte Stadt. Die schönen Seen Forggensee, Hopfensee, Bannwaldsee und Alpsee bieten traumhafte Blicke auf die Alpen und Bademöglichkeiten.

Für Aktivurlauber und sportliche Besucher ist der Allgäuer Königswinkel ein wahres Paradies. Die Wanderer genießen von Wanderwegen und Gipfeln aus gigantische Blicke. Die sportlichen Mountainbiker und Rennradfahrer sowie Genussradler kommen hier genauso auf ihre Kosten. Mit dem Rad können sie größere Strecken zurücklegen und abwechslungsreiche Landschaften bewundern. Zahlreiche Cafés, Biergärten und Restaurants bieten hervorragende Einkehrsmöglichkeiten.

Bisher bin ich an der Region um Füssen nur mit dem Auto vorbeigefahren. Am letzten Sonntag (Anfang April), der herrliches Wetter mit sommerlichen Temperaturen versprach, hat sich das geändert. Auf dem Plan stand eine Rennradtour im Allgäuer Kaiserwinkel.

TOURDATEN:

Ausgangs-/Endpunkt: Burggen (südlich von Schongau)
Strecke: Burggen, Lechbruck, Prem, Halblech, Bannwaldsee, Schwangau, Füssen, Hopfensee, Forggensee, Roßhaupten, Lechbruck, Burggen
Dauer: 4 Stunden Fahrzeit
Höhenunterschied: ca. 800 m

Der Ausgangspunkt unserer 80-km-Rennradtour ist der kleine Ort Burggen, der sich südlich von Schongau befindet. Von München fährt man dorthin ca. 1 Stunde (90 km).

Wir starten erst gegen 13 Uhr. An diesem herrlichen Apriltag mit Temperaturen um die 23 Grad ist es die perfekte Zeit. Vorsichtshalber nehme ich wärmere Sachen mit, die ich aber nicht brauchen werde.

Wir fahren durch kleine Wälder und erreichen nach 10 km den ersten schönen Flecken, den breiten Lechstausee. Weiter geht es Richtung Süden, nach Prem und Halblech.

Danach geht es am ersten See im Allgäuer Königswinkel vorbei, dem Bannwaldsee. Der kleine See befindet sich 5 km östlich von Füssen in einem Naturschutzgebiet. Hier genießen wir herrliche Bergblicke. Die Gipfel der Ammergauer Alpen sind nur 10 km entfernt.

Teilweise sind wir auf der Bundesstraße B17 unterwegs, die ziemlich stark befahren ist. Aber es gibt auch einen schönen Radweg, der an einem solch schönen Tag bei zahlreichen Radlern und Familien mit Kindern sehr beliebt ist. Von hier aus sehen wir am Fuß der Ammergauer Alpen die Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau. Leider habe ich nur ein Smartphone dabei und kann das Schloss Neuschwanstein nicht näher heranzoomen. Allerdings war ich hier schon vor zwei Jahren und habe ein paar bessere Bilder vom Märchenschloss. In einer Tankstelle in Schwangau, direkt an der B17, besorgen wir uns die fehlende Karte der Region und machen unsere erste Rast. Die riesige Wiese vor der Tankstelle bietet herrliche Blicke auf das Schloss Neuschwanstein und die Berge.

Weiter geht es nach Füssen. Vom Radweg am Lech entlang blicken wir auf das Hohe Schloss von Füssen. Wir fahren durch die hübsche Altstadt, aber haben leider keine Zeit, um hier eine Pause einzulegen. Das nächste Ziel ist nämlich der Hopfensee, der als Riviera des Allgäus bezeichnet wird.

Wir fahren 8 Kilometer auf kleinen, hügeligen Wegen und erreichen gegen 16 Uhr den wunderschönen See. Das Nordufer des Hopfensees bietet einen gigantischen Alpenpanoramablick. Im Biergarten des Strandbads kurz vor Hopfen am See machen wir eine längere Rast. Ich bestelle Kaffee und Apfelstrudel, die ich direkt am See genieße. Ich schaue auf die Gipfel der Tannheimer Gruppe. Dort befindet sich der Zweitausender, den wir im Januar auf Schneeschuhen bestiegen haben – die Krinnenspitze. Hier im Tal,  Anfang April, geht es allerdings ganz anders zu. Wir sitzen kurzärmelig am See und genießen das herrliche Wetter. Ich kühle meine Beine im kalten Wasser ab.

Danach fahren wir durch Hopfen am See, vorbei an zahlreichen Cafés und Restaurants. Mittlerweile haben wir 45 Kilometer zurückgelegt. Das nächste Ziel ist der der Forggensee, der nur 5 Kilometer entfernt ist. Durch diesen großen Stausee fließt der Lech. Von hier aus hat man ebenfalls herrliche Ausblicke auf die Alpen. Auf einer Wiese am See legen wir eine kurze Pause ein. Zu dieser Jahreszeit liegt der Pegel ziemlich niedrig.

Wir verlassen den wunderschönen Ort und fahren auf einem kleinen Weg weiter. Plötzlich endet der Asphalt und wir müssen auf einen Schotterweg. Das ist nicht optimal für unsere Rennräder, aber nach ca. 2 Kilometer erreichen wir eine größere Straße. Danach fahren wir durch Roßhaupten und Lechbruck und erreichen unseren Parkplatz. Um die letzten Alpenblicke in der Abendstimmung zu genießen, strample ich noch ein paar Kilometer Richtung Schongau. Jetzt habe ich 85 Kilometer absolviert. Somit ist es meine längste Rennradtour in diesem Jahr und einer der schönsten Radtouren, die ich bisher gemacht habe.

Nach der erlebnisreichen Tour lassen wir den Tag bei unserem Lieblingsitaliener vor der Haustür ausklinken. Was für ein wunderschöner Tag!

Die Tour habe ich mit der App Runtastic aufgezeichnet und auf gpsies.com hochgeladen.

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