Olpererhütte – Wanderung im Zillertal zur berühmten Brücke und zum Friesenberghaus

Die Olpererhütte liegt auf 2389 Metern und gehört zu den beliebtesten Wanderzielen im Zillertal. Der Blick von der Hütte auf den riesigen Schlegeisspeicher, der 600 Meter unterhalb liegt, und die weißen Gletscher im Hintergrund ist spektakulär.

Die 125 Jahre alte Olpererhütte wurde 2006/2007 neu errichtet. Sie bietet eine sonnige Aussichtsterrasse mit Platz für circa 100 Personen, leckere Speisen und Getränke sowie Übernachtungsmöglichkeiten. Hier treffen sind Wanderer, Kletterer und Bergsteiger aus ganz Europa. Die beliebtesten Ziele für Hochtouren sind der Olperer (3476 m) und der Fußstein (3380 m). In der Olpererer Hütte übernachten auch Fernwanderer, die 7 Tage lang auf dem 70-Kilometer langen Berliner Höhenweg unterwegs sind. An der Hütte führt der berühmte Fernwanderweg München – Venedig vorbei.

Die Hütte lockt mit ihren traumhaften Blicken ebenfalls unzählige Einheimische und Tagesausflügler an. Da die Wanderung mit lediglich 600 Höhenmetern technisch nicht so anspruchsvoll ist, kann sie auch von Tagesausflüglern und Familien mit Kindern bewältigt werden. Der besondere Anziehungspunkt ist die spektakuläre Hängebrücke, die auf dem Berliner Höhenweg in der Nähe der Hütte liegt. Bei den Einheimischen war sie schon immer bekannt. Heute ist sie zu einem berühmten Instagram-Hotspot geworden und lockt Touristen aus ganz Europa an, die in der Lage sind, 600 Höhenmeter zu bewältigen.

Die Olpererhütte ist eines der beliebtesten Wanderziele im Zillertal. An heißen Wochenenden zwischen Juni und Oktober kann die Hütte deshalb sehr überlaufen sein. Deshalb ist es empfehlenswert, die Wanderung unter der Woche zu unternehmen.

Olpererhütte - Zillertal, Ziegen

Wanderung vom Schlegeisspeicher zur Olperer Hütte

  • Start – Ziel: Schlegeisspeicher – Olperer Hütte
  • Kilometer: 8 km (hin und zurück)
  • Höhenmeter bergauf: 600 m
  • Höhenmeter bergab: 600 m
  • Höchster Punkt: 2389 m
  • Dauer: 2 bis 4 Stunden (Auf- und Abstieg)
  • Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer
  • Jahreszeit: Juni bis Oktober
Wandern Zillertal - Olpererhütte

Der kürzeste Zustieg zur Olpererhütte führt vom riesigen Stausee Schlegeisspeicher, der auf 1785 Metern liegt. Der See ist über eine Mautstraße von Mayerhofen und Ginzling erreichbar. Die Gebühr für die Nutzung der Mautstraße ist ziemlich hoch (circa 15 Euro), aber man kann den Stausee auch mit einem Bus erreichen.

Der Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz am Schlegeisspeicher. Zunächst wandert man Richtung Süden am See entlang. Hinter dem Riepenbach beginnt der beschilderte Wanderweg zur Olpererhütte ( Nummer 502). Nach einem kurzen Waldabschnitt genießt man grandiose Blicke auf den Stausee und die hohen, weißen Gipfel der Zillertaler Alpen. Im Frühsommer blühen hier wunderschöne Alpenrosen.

Für die Anstrengungen des Aufstiegs belohnt der Besuch des Restaurants. Auf der Aussichtsterrasse genießt man beim Essen den gigantischen Blick auf den türkisblauen Schlegeisspeicher, die weißen Gletscher. Danach sollte man sich unbedingt die Hängebrücke ansehen und einige Bilder knipsen.

Bei der Wanderung zur Olpererhütte sind circa 4 Kilometer mit 600 Höhenmetern zu bewältigen. Der Abstieg erfolgt auf demselben Weg. Der Wanderweg ist technisch leicht bis mittelschwer.

Rundwanderung Schlegeisspeicher – Friesenberghaus – Olpererhütte – Schlegeisspeicher

  • Start – Ziel: Schlegeisspeicher (Rundtour)
  • Zwischenziele: Friesenberghaus, Olpererhütte
  • Kilometer: circa 14 km
  • Höhenmeter bergauf: 850 m
  • Höhenmeter bergab: 850 m
  • Höchster Punkt: 2620
  • Niedrigster Punkt: 1785 m
  • Dauer: 6 bis 8 Stunden
  • Schwierigkeit: mittelschwer bis schwer
  • Jahreszeit: Mitte Juni bis Ende Oktober
Wandern Zillertal, Schlegeisspeicher - Olpererhütte

Wer den Besuch der Olpererhütte mit einer längeren Wanderung verbinden möchte, kann eine Rundwanderung vom Schlegeisspeicher unternehmen. Vom Speichersee wandert man Richtung Norden auf dem Wanderweg Nummer 532. Am Anfang verläuft der Weg durch einen Wald, ab 2000 Metern genießt man freie Blicke auf die Berge. Die kleine Friesenbergalm, von der man den Speichersee sieht, ist perfekt für eine Rast. Danach wandert man am Lapenkarbach entlang. Hier geht es im Sommer sehr idyllisch zu – grasende Kühe mit hohen Bergen im Hintergrund sind ein tolles Fotomotiv.

Nach 700 Höhenmetern Aufstieg erreicht man das Friesenberghaus, das auf 2498 Metern liegt. Die Schützhütte wurde 1931/1932 errichtet und gehört heute zu den beliebtesten Hütten in den Alpen. Vom Friesenberghaus genießt man wunderschöne Blicke auf den Schlegeisspeicher, den malerischen Friesenbergsee und die hohe Bergwelt.

Nach der Rast in der Hütte wandert man auf dem Berliner Höhenweg Richtung Süden. Zunächst muss man einen kleinen Aufstieg bewältigen (circa 150 Höhenmeter). Achtung: Hier kann auch Anfang Juli noch Schnee liegen. Die Schneefelder im steilen Gelände können bei wenig erfahrenen Wanderer eine Herausforderung sein. Deshalb sollte man sich unbedingt in den Hütten informieren, wie die Schneelage ist.

Der 4-Kilometer lange Höhenweg bietet grandiose Blicke. Kurz vor der Olpererhütte überquert man die berühmte Hängebrücke. Der Besuch der Aussichtsterrasse ist für jeden Wanderer ein Muss. Nach der Rast mit dem spektakulären Blick erfolgt der Abstieg zum Schlegeisspeicher. Für die 3 Kilometer mit 600 Metern braucht ein flotter Wanderer weniger als eine Stunde.

Bei der 14-Kilometer Wanderung sind circa 850 Höhenmeter in Auf- und Abstieg zu bewältigen. Selbstverständlich ist das Wandern in die umgekehrte Richtung und mit Übernachtungen in beiden Hütten möglich.

Wandern auf dem Berliner Höhenweg

Die Olpererhütte liegt auf dem wunderschönen Berliner Höhenweg, der bei Fernwanderer aus ganz Europa berühmt ist. Auf 7 bis 8 Etappen genießen die Wanderer die hohe Bergwelt und die traumhaften Blicke. Da bei der 70-Kilometer Tour knapp 8000 Höhenmeter zu bezwingen sind und der Dreitausender Schönbichler Horn zu erklimmen ist, gehört sie zu den anspruchsvollsten Hüttentouren in den Alpen.

Anfang Juli 2019 habe ich mit meinem Freund versucht, an einem verlängerten Wochenende den Berliner Höhenweg zu bewandern. 3,5 Tage lang genossen wir die wunderschöne, hohe Bergwelt der Zillertaler Alpen auf der Strecke Finkenberg – Friesenberghaus – Olpererhütte – Furtschaglhaus – Schönbichler Horn – Berliner Hütte – Mörchenscharte und Greizer Hütte. Leider hatten wir zu wenig Zeit und viele Hindernisse – riesige Schneefelder bei der Mörchenscharte, zwei zerstörte Brücken und Unwetter am letzten Tag. Am vierten Tag mussten wir nach 6,5 Etappen unterhalb der Lappenscharte zur Grüne-Wand-Hütte und zum Speichersee Stilup absteigen. Trotzdem war es eine unvergessliche Tour, für die man allerdings mehr Zeit einplanen sollte.

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