Wandern am Lago Maggiore – Tipps für Cannobio

Wandern Lago Maggiore, Cannobio - Monte Giove

Der Lago Maggiore ist ein großer See in Italien und in der Schweiz. 80% seiner Fläche gehört zu Italien und nur 20% zur Schweiz. Mit 212,5 qkm Fläche ist der Lago Maggiore, nach dem Gardasee, der zweitgrößte See Italiens. Der große oberitalienische See, insbesondere sein nördlicher Teil, ist von hohen Bergen umgeben. Die riesige Wasserfläche und die windgeschützte Lage zwischen den Alpen beeinflussen das Klima. Die milden Temperaturen, circa 280 sonnige Tage im Jahr, die mediterrane Vegetation und die wunderschönen Landschaften locken Tausende Touristen an.

Letztes Jahr war ich zweimal am Lago Maggiore. Ende Februar haben wir schon den Frühling und Mitte Juni die sommerlichen Temperaturen genossen. Wir haben zwei Regionen besucht – Locarno und Cannobio. Über die Wanderungen in der Region Locarno habe ich schon in meinem Blogartikel Urlaub am Lago Maggiore in Locarno und Verzascatal geschrieben.

Cannobio ist eine kleine italienische Stadt mit mehr als 5000 Einwohnern. Sie besitzt eine Altstadt mit zahlreichen Kirchen und historischen Gebäuden sowie eine wunderschöne Promenade. Cannobio ist umgeben von hohen Bergen. Die Region bietet hervorragende Wandermöglichkeiten.

Wanderung von Cannobio auf den Monte Giove (1298 m)

Von Cannobio könnt ihr einen herrlichen Aussichtsberg zu Fuß erreichen, den Monte Giove.

Wir haben die Wanderung zweimal gemacht, im Frühling und im Sommer. Ende Februar lag auf 1300 m kein Schnee. Mitte Juni genossen wir bei der Wanderung üppige Vegetation und grüne Wiesen auf dem Gipfel.

Wandern am Lago Maggiore, Cannobio - Monte Giove im WInter

Der Ausgangspunkt der Wanderung liegt im Norden von Cannobio. Wir wanderten zunächst am Fluss Cannobino, bis wir den Wanderweg nach Campeglio und St. Agata erreichten. Hier genossen wir einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Danach ging es durch einen schattigen Wald zum winzigen Ort Campeglio, der beinahe mit St. Agata verbunden ist.

Das idyllische Bergdorf St. Agata liegt auf 500 m und bietet einen wunderschönen Blick auf Lago Maggiore und Cannobio. Den kleinen Ort mit seiner alten Kirche sieht man überall in Cannobio. In St. Agata legten wir eine kurze Pause am Hauptplatz ein. Er bietet einen herrlichen Blick auf den Lago Maggiore und eine Bar.

Wandern am Lago Maggiore, St. Agata - Monte Giove
Wandern am Lago Maggiore, St. Agata - Ausblick auf Cannobio

Danach ging es durch kleine Gassen mit alten Häusern. Oberhalb des Bergdorfes genossen wir einen wunderbaren Blick auf den malerischen Ort und den See.

Wandern am Lago Maggiore, St. Agata - Monte Giove

Der weitere Weg führte im Wald. Erst im Almdorf Monti Marcalone auf 850 m konnten wir wieder freie Blicke auf den Lago Maggiore genießen. Im Februar wirkte der idyllische Ort sehr verlassen, aber im Sommer waren wir nicht alleine dort . Es gibt hier nämlich Übernachtungsmöglichkeiten (Agriturismo Da Attilio) und ein Restaurant. Auf einem Hügel oberhalb der Häuser machten wir eine Rast. Danach wanderten wir im Wald weiter.

Wandern Cannobio - Monte Giove, Monti Marcalone

Der Zustieg zum Gipfel ist waldfrei und aussichtsreich. Der Monte Giove liegt 1100 m über dem Lago Maggiore und bietet einen traumhaften Rundumblick.

Wandern Lago Maggiore, Cannobio - Monte Giove
Wandern am Lago Maggiore, Cannobio - Monte Giove
Wandern Lago Maggiore, Cannobio - Monte Giove

Im Juni konnten wir den Gipfel für uns alleine genießen. Wir verbrachten mehr als eine Stunde an diesem wunderschönen Ort. Danach stiegen wir flott nach St. Agata ab. In der Bar gönnten wir uns einen kalten Aperol mit Blick auf den Lago Maggiore und Cannobio. Von St. Agata war es nicht mehr weit nach Cannobio, circa eine halbe Stunde.

Wer früh aufbricht, fit und flott unterwegs ist, kann auf den Monte Falerone (1715 m) wandern. Mein Freund war im Februar alleine dort. Im Sommer war es zu spät, um weiter zu wandern. Der Weg von Monte Giove auf den Monte Falerone ist noch sehr weit – circa 3,5 km und 500 Höhenmeter.

Wanderung von Cannero auf die Cima di Morissolo

Südlich von Cannobio liegt der malerische Ort Riviera Cannero. Er ist nach Süden ausgerichtet und windgeschützt. Durch diese Lage wird Cannero von einem besonders milden Klima verwöhnt. Wegen seines Klimas und seiner mediterranen Vegetation hat der Ort einen Beinamen Riviera erhalten. Hier wachsen unzählige Palmen, Orangen-, Zitronen-, Olivenbäume und Bougainvilleas.

Nördlich von Riviera Cannero gibt es einen wunderbaren Aussichtspunkt auf den malerischen Ort. Hier sieht man, dass Riviera Cannero am Fuße eines formschönen Bergs liegt. Das ist die Cima di Morissolo (1311 m), die das Ziel unserer zweiten Wanderung war.

Wandern am Lago Maggiore von Riviera Cannero - Cima di Morrisolo

Wir erreichten Riviera Cannero mit den Mountainbikes. Von Cannobio sind es circa 8 Kilometer. Hinter dem Rio Cannero oberhalb der Hauptstraße beginnt der Wanderweg auf die Cima di Morissolo. Hier hat man einen herrlichen Blick auf den Lago Maggiore und Riviera Cannero.

Wandern Lago Maggiore, Riviera Cannero - Cima di Morissolo

Der Weg führt zunächst zum urigen Bergdorf Oggiogno, das auf 500 m liegt und wunderschöne Blicke bietet. Wir wanderten durch das Bergdorf mit seinen Steinhäusern.

Wandern Lago Maggiore, Oggiogno- Cima di Morissolo

Danach führte der Weg im Wald Richtung Westen. Wir wanderten an alten Almen auf knapp 800 m vorbei (Alpe Ronno). Auf dem schmalen, steilen Wanderpfad genossen wir viele freie Blicke. Auf dem Gipfel stehen drei kleine Gipfelkreuze. Der Ausblick 1100 m über dem Lago Maggiore ist grandios. Leider konnten wir nicht so lange auf dem Gipfel bleiben, weil es schon ziemlich spät war.

Wandern Lago Maggiore, Cannero - Cima di Morissolo Gipfelkreuze
Wandern am Lago Maggiore - Cima di Morrisolo
Wandern Lago Maggiore, Cannero - Cima di Morissolo

Der Abstieg erfolgte auf dem gleichen Weg. Von Riviera Cannero ging es mit den Mountainbikes nach Cannobio zurück.

Wandern auf die Cima della Laurasca (2195 m) im Nationalpark Val Grande

Der Ausgangspunkt unserer Bergtour auf die Cima della Laurasca war eine winzige Siedlung Fondo Li Gabbi (1250 m) im einsamen Valle Loana gestartet. Das lange Tal erstreckt sich südlich von Malesco im Valle Cannobina.

Wir parkten das Auto auf einem großen Parkplatz und gingen am Rifugio Laurasca vorbei. Das war die einzige Einkehrmöglichkeit auf der ganzen Tour. Über eine Brücke erreichten wir die Siedlung Fondo Li Gabbi.

Wandern am Lago Maggiore, Fondo Li Gabbi - Cima della Laurasca

Danach begannen wir mit einem steilen Aufstieg. Mitte Juni war es schon sehr warm, auf 1300 m um die 25 Grad. Wir genossen blühende Blumenwiesen und Alpenrosen sowie wunderschöne Blicke. Nach 1,5 Stunden erreichten wir die Alpe Scaredi (1820 m) und legten dort die erste Pause ein. Von dort aus konnten wir unser Ziel, die Cima della Laurasca sehen.

Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Alpenrosen
Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Alpe Scaredi

Danach ging es an einem winzigen See vorbei, der 300 m unterhalb des Gipfels liegt. Bei dem Abstieg legte ich an diesem idyllischen Ort eine Fotopause ein. Der Weg auf den Gipfel war noch steiler und anspruchsvoller.

Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Lacke

Die Cima della Laurasca (2195 m) liegt am Rande des Nationalparks Val Grande. Der Nationalpark liegt westlich des Lago Maggiore und ist 25 km lang. Er ist im größten Tal unbewohnt und gilt als das größte Wildnisgebiet in den Alpen.

Der Gipfel Cima della Laurasca bietet einen grandiosen Blick auf den grünen Nationalpark Val Grande, den Lago Maggiore, den Lago d’Orta und die wunderschöne Bergwelt. Man kann sogar die weißen Gletscher des Monte Rosa und der Piz Bernina sehen.

Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Gipfelkreuz
Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Ausblick Viertausender
Wandern am Lago Maggiore, Cima della Laurasca, Ausblick Val Grande

Nach einer genussvollen Stunde auf dem Gipfel, begannen mit dem Abstieg. Er erfolgte auf dem gleichen Weg. Für den Auf- und Abstieg mit circa 950 Höhenmetern sollten normale Wanderer 6 Stunden einplanen.

2 Comments

  • Die Region hab ich bisher immer ausgelassen. Ich habe kaum ein Bild von den möglichen Unternehmungen dort usw.
    Aber deine Fotos haben mich da wirklich drauf gebracht mich mal genauer damit zu beschäftigen. Sieht toll aus rund um den See! Wow!

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