Mallorca-Rundfahrt mit Eurobike Radreisen – mein erster Radurlaub

Mallorca Radreise - Deia

(Enthält Werbung) Ich liebe es, wunderschöne Landschaften mit dem Mountainbike und Rennrad zu erkunden. Bisher habe ich nur einige Radtouren mit höchstens zwei Übernachtungen unternommen. Im Gegensatz zu Fernwanderungen stelle ich mir das Radfahren mit schwerem Gepäck sehr anstrengend vor. Ich bin nämlich nicht so fit auf dem Rad – steile Aufstiege und Gegenwind erschöpfen mich schnell. Außerdem friere schnell und brauche genug warme Sachen. Daher sind Radreisen mit Gepäcktransfer eine optimale Lösung für mich.

Mitte April wurde ich von Eurobike Radreisen zu einer Mallorca-Rundreise eingeladen. Ursprünglich hatte ich für den 1. Mai die sportliche Radreise Reschensee – Venedig geplant. Wegen des Lockdowns war das allerdings nicht möglich. Da ich schon beim Wanderurlaub auf Mallorca Anfang April erste Erfahrungen mit dem Reisen in Corona-Zeiten gemacht habe und die Mittelmeerinsel liebe, entschied ich mich, einen Monat später wieder nach Mallorca zu fliegen.

Über Eurobike Radreisen

Eurobike ist der österreichische Veranstalter von Radreisen in Europa. Die Firma hat langjährige Erfahrung. Sie wurde 1991 gegründet und bietet seit 1992 organisierte Radreisen an. Die erste Radreise von Eurobike war die Zehn-Seen Rundfahrt, die bis heute sehr beliebt ist. Heute werden Radreisen zu beinahe allen Zielen in Europa angeboten, darüber hinaus kann man Südafrika und Kuba mit dem Rad erkunden.

Bei Eurobike Radreisen gibt es Radurlaube für jeden Geschmack – individuelle Radreisen, Gruppenreisen, Radreisen für Familien, sportliche Touren, Genuss-Radreisen, E-Bike-Touren, Kurztrips oder Kombinationen von Rad und Schiff.

Die Mallorca-Rundfahrt ist bei Eurobike Radreisen ab 779 Euro pro Person buchbar.

Meine individuelle Mallorca-Rundfahrt mit Eurobike – wichtige Informationen

Radreise mit Gepäcktransfer

Bei meiner Mallorca-Rundfahrt handelte es sich um eine individuelle Radreise mit Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel.

Wie ich am Anfang des Artikels erwähnt habe, finde ich individuelle Radreisen mit schwerem Gepäck sehr anstrengend. Bei meinem Urlaub mit Eurobike radelte ich sechs Tage lang durch die wunderschöne Mittelmeerinsel. Ich hatte nur zwei Radtaschen oder einen kleinen Tagesrucksack mit den wichtigsten Sachen dabei. Mein schwerer Koffer (15 Kilogramm) wurde von Hotel zu Hotel transportiert. Die 50- bis 60-Kilometer Strecken waren für mich in der Regel gemütlich. So konnte ich mich auf das Genießen und Besichtigen konzentrieren und viele Pausen einlegen.

Hotels und Verpflegung

Im Gegensatz zu meiner abenteuerlichen Weitwanderung Chiemsee-Adria im letzten Sommer, bei der ich beim Wandern die Unterkünfte gesucht und gebucht habe, war mein Radurlaub auf Mallorca sehr entspannt. Ich radelte zur jeweils nächsten Unterkunft, die Eurobike gebucht hatte. Ich übernachtete in komfortablen 4-Sterne Hotels mit Frühstück oder Halbpension. Bei der Buchung konnte ich mich zwischen Unterkünften mit Frühstück oder Halbpension entscheiden.

Eurobike-Mitarbeiter und Service-Hotline auf Mallorca

Bei Bedarf und Fragen konnte ich mich jederzeit mit dem Servicecenter von Eurobike in Verbindung setzen. Zum Glück hatte ich keine Pannen. Die freundlichen Eurobike-Mitarbeiter habe ich auf Mallorca zweimal getroffen. Am Tag nach der Anreise fand ein Begrüßungstreffen statt, bei dem alle Einzelheiten besprochen wurden. Die Reiseunterlagen bekam ich schon beim Check-in im ersten Hotel.

Da die Mallorca-Rundfahrt auch durch die Serra de Tramuntana führt, die nur für sehr sportliche Radfahrer zu bewältigen ist, wird bei der fünften Etappe ein Bustransport von Inca zum Stausee Cúber angeboten.

Kartenmaterial und Navigation

Ich war von den Strecken begeistert. Sie wurden von Eurobike-Radexperten geplant und oft getestet. Sehr häufig radelte ich auf verkehrsruhigen, asphaltierten Straßen zwischen winzigen Dörfern und Fincas, die ich sonst nicht gefunden hätte.

Die Firma stellt den Gästen detailliertes Kartenmaterial, Wegbeschreibungen und Reiseführer zur Verfügung. Außerdem kann man die GPS-Daten nutzen und mit der App von Eurobike oder Komoot navigieren. In meinem Fall war es die beste Lösung – ich habe einen schlechten Orientierungssinn, komme aber mit der GPS-Navigation sehr gut zurecht. Wer Landkarten gut lesen kann, kann sicher mit dem Kartenmaterial von Eurobike auch radeln.

Fahrrad und Anforderungen

Ich hatte auf Mallorca ein 21-Gang-Leihrad von Eurobike zur Verfügung. Man kann auch ein Leihrad Plus, ein E-Bike leihen oder ein eigenes Fahrrad mitnehmen.

Ich konnte die Strecken mit dem 21-Gang-Leihrad von Eurobike problemlos bewältigen. Bei den 50- bis 60-Kilometer Etappen gab es 200 bis 600 Meter Höhenunterschied. Nur die letzte Etappe von Port de Soller nach Playa de Palma ist wesentlich anspruchsvoller. Hier muss man 60 Kilometer mit 850 Höhenmetern bewältigen.

Für sportliche Radfahrer sind alle Etappen der Mallorca-Rundfahrt mit normalen Rädern leicht zu bewältigen. Viele Eurobike-Kunden entscheiden sich allerdings für ein E-Bike und können die Insel so noch entspannter beim Radfahren erkunden.

Mallorca-Rundfahrt – Strecke und Etappen

Eurobike Radreisen beschreibt die große Mallorca Rundfahrt sehr zutreffend:

“Fernab von wilden Partys und überfüllten Stränden erkunden Sie auf der großen Mallorca-Rundfahrt die Insel auf die etwas andere Art. Traumhafte Buchten, unberührte Strände und bezaubernde Fischerdörfchen ohne Touristenrummel: All das macht den Urlaub auf zwei Rädern quer durch Spaniens beliebteste Ferieninsel zu einem besonderen Erlebnis.

Wer das Meeresrauschen liebt, gepaart mit luftigem Wind und der herrlichen Wärme im Süden, ist auf Mallorcas Radpfaden absolut richtig! So viel ist klar: Diese Radreise ist ein wahrer Allrounder, denn Kultur, Bewegung und Genuss stehen hoch im Kurs. Und die Glücksgefühle sind garantiert!”

Das kann ich nur bestätigen. Ich radelte circa 340 Kilometer durch die schönsten Landschaften der Insel, entdeckte malerische Städte, idyllische Dörfer, traumhafte Strände und Buchten. Anfang Mai konnte ich sogar ins kühle Mittelmeer springen. Zum Ausklang des Tages gab es immer ein köstliches Abendessen in einem schönen Hotel, manchmal sogar mit Meerblick. Der Tag fing mit einem leckeren, ausgiebigen Frühstück an. Obwohl ich alleine unterwegs war, fühlte ich mich nie einsam. In Hotels, Restaurants und auf der Strecke lernte ich viele nette Menschen kennen.

Bei der Mallorca-Rundfahrt sind sieben Übernachtungen inklusive. Darüber hinaus sind auch Zusatzübernachtungen buchbar.

Die 290-Kilometer-Rundfahrt besteht aus fünf Tagesetappen. Der vierte Tag in Can Picafort dient zur Erholung oder zum gemütlichen Radeln in der Region Alcudia. Es handelt sich um folgende Etappen:

  • 1. Etappe: Playa de Palma – Colonia de Sant Jordi
  • 2. Etappe: Colonia de Sant Jordi – Porto Cristo
  • 3. Etappe: Porto Cristo – Can Picafort
  • 4. Etappe: Can Picafort – Inca, Stausee Cúber – Port de Sóller
  • 5. Etappe: Port de Sóller – Playa de Palma

Mallorca-Rundfahrt mit Eurobike Radreisen – mein Reisebericht

Meine Radreise auf Mallorca war mein erster, richtiger Radurlaub. Jede Strecke war etwas Besonderes und jeder Tag ein Erlebnis. In meinem Reisebericht könnt ihr über die einzelnen Tage und Etappen mehr erfahren.

Der Anreisetag

Mein Flug München – Palma de Mallorca mit Eurowings startete erst um 18 Uhr. Nach zwei Stunden Flugzeit erreichte ich Mallorca. Für die Anreise benötigte ich in Corona-Zeiten einen negativen PCR-Test und eine Registrierung bei Spain Travel Health. Über den Urlaub auf Mallorca in Corona-Zeiten habe ich schon in meinem Blogartikel berichtet.

Da ich sehr spät auf Mallorca landete, konnte ich an diesem Tag leider wenig unternehmen. Falls möglich, empfehle ich einen Flug am Vormittag.

Meine erste Unterkunft war das Hotel THB El Cid in Playa de Palma. Das Hotel ist nur fünf Kilometer vom Flughafen entfernt. Mit dem Taxi (circa 17 Euro) erreichte ich das Hotel in wenigen Minuten.

Nach dem Check-in bezog ich mein Zimmer und war begeistert. Das modern eingerichtete Doppelzimmer verfügte über einen großen Balkon mit Meerblick. Leider war es zu spät für ein Abendessen im Hotel, aber ich machte einen kleinen Spaziergang an der Promenade und aß eine Kleinigkeit in einer Bar. Ich genoss die Wärme, das Meeresgeräusch und die Meeresluft. Im Gegensatz zu unserem Wanderurlaub auf Mallorca im April, durften jetzt Restaurants und Lokale bis zur Ausgangssperre um 23 Uhr öffnen.

Vor dem Schlafengehen verbrachte ich noch eine Stunde auf dem Balkon, genoss den Meerblick und sah mir die Reiseunterlangen von Eurobike an.

Meine Unterkunft – Hotel THB EL Cid

Das komfortable 4-Sterne-Haus THB El Cid liegt direkt am langen Sandstrand in Playa de Palma. Das Adults-only-Hotel verfügt unter anderen über drei Pools, Sonnenterrassen, zwei Restaurants und einen Wellnessbereich. Die Zimmer sind geräumig und modern eingerichtet. Ich übernachtete im Doppelzimmer mit einem großen Balkon und Meerblick.

Die erste Etappe der Mallorca-Rundfahrt: Playa de Palma – Colonia de Sant Jordi

Vor dem Frühstück im Hotel gab ich meinen Koffer an der Rezeption ab. Auch in den anderen Hotels musste ich ihn bis 9 Uhr im Gepäckraum abstellen. Der Koffer wurde jeden Tag von Eurobike abgeholt und zum nächsten Hotel transportiert.

Nach dem leckeren Frühstück traf ich mich mit einer netten Mitarbeiterin von Eurobike. Wir besprachen die wichtigsten Einzelheiten in der Hotellobby und gingen zum Radkeller. Mein rot-gelbes 21-Gang-Leihrad mit zwei Radtaschen war startbereit. Die Taschen waren sehr praktisch, weil ich bei instabilem Wetter gerne einen Pulli, eine Jacke, eine leichte Regenjacke und eine lange Hose dabei haben wollte. Darüber hinaus musste ich noch 1,5 Liter Wasser, eine Kompaktkamera und ein kleines Stativ transportieren. Mein kleiner Rucksack hätte nicht gereicht.

Am ersten Tag hatte ich Pech – gleich nach dem Frühstück fing es an zu regnen. Trotzdem startete ich gleich die Tour, weil die Wettervorhersage für den ganzen Tag sehr schlecht war. Es war aber nicht kalt (um die 20 Grad) und eine leichte Regenjacke reichte mir.

Mit dem Eurobike-Leihrad war ich sehr zufrieden. Bisher bin ich nur mit einem Mountainbike und einem Rennrad längere Strecken gefahren. Ich fand aber die aufrechte Sitzposition sehr bequem. Mein Ziel war schließlich keine sportliche Herausforderung, sondern das gemütliche und genussvolle Radfahren.

Traumbucht Cala Pi

Nach circa 30 Kilometern erreichte ich die Cala Pi. Obwohl ich schon so oft auf Mallorca war, kannte ich die idyllische Bucht nur vom Namen. Ich sperrte das Fahrrad ab und stieg über die Treppen zur Bucht ab.

Die lange Bucht erinnert an einen norwegischen Fjord. Sie ist von beiden Seiten von steilen, mit Bäumen bewachsenen Klippen umgeben. Die Westseite ist unbewohnt. Unterhalb der Klippe liegen einige romantische Bootshäuser. Auf der Ostseite gibt es hübsche Villen und Apartmentanlagen.

Der Sandstrand ist nicht breit, aber sehr tief. Hier mündet der Bach Torrent de Cala Pi. Normalerweise ist er ausgetrocknet. Wegen der starken Regenfälle führte er aber an jenem Tag viel Wasser. In seinem Mündungsgebiet entstand ein kleiner Teich.

Ich ging am Strand spazieren und wanderte oberhalb der Bucht, konnte dort aber wegen des Regens leider nicht zu lange bleiben.

Die weitere Strecke führte auf kleinen Straßen durch eine einsame Gegend. Im Fischerdorf Sa Rapita erreichte ich wieder das Meer und radelte circa vier Kilometer an der Küste entlang. Da es viel regnete, legte ich nur kurze Fotopausen ein. Ich wollte nicht zu sehr abkühlen und das Hotel möglichst schnell erreichen.

Cala Pi zwischen Playa de Palma und Colonia de Sant Jordi

Sa Rapita liegt nördlich von Colonia de Sant Jordi

Colonia de Sant Jordi und Traumstrand Es Trenc

In Colonia de Sant Jordi fuhr ich an den ältesten Salinen der Insel vorbei. Sie dienten schon im 4. Jahrhundert v. Chr. zur Salzgewinnung. Besonders interessant waren die weißen Salzberge.

Gegen 15:30 Uhr erreichte ich mein Hotel Universal Marques. Nach dem Check-in genoss ich eine heiße Dusche. Danach wanderte ich zum wunderschönen Strand Es Trenc, der sich nördlich des Hotels erstreckt.

Mittlerweile hatte es aufgehört, zu regnen und die Sonne kam immer wieder heraus. Nördlich des Hotels gibt es einen Wanderweg, der direkt am Meer nach Sa Rapita führt. Nach circa vier Kilometern erreichte ich den langen Sandstrand Es Trenc, der zu den schönsten Stränden Mallorcas zählt. Die Stimmung nach dem Regen, kurz vor dem Sonnenuntergang, war einmalig.

Vor dem Abendessen ging ich noch Richtung Ortszentrum an der Promenade spazieren und erlebte einen wunderschönen Sonnenuntergang. Trotz des Regens war es ein toller Tag.

Tourendaten

StreckePlaya de Palma – Colonia de Sant Jordi
Streckenlänge60 Kilometer
Höhenmeter bergauf300 m
Höhenmeter bergab300 m
Dauer3,5 Stunden (Geschwindigkeit 17 km/h)
Schwierigkeitmittelschwer

Sehenswertes und Einkehrmöglichkeiten

  • Die Ausgrabungen Capocorb Vell (talaiotische Siedlung aus dem 12. Jahrhundert v. Chr.)
  • Die Bucht und der Strand Cala Pi
  • Der Turm Torre de Cala Pi
  • Der Strand Es Trenc
  • Das Museum in Colonia de Sant Jordi
  • Die Einkehrmöglichkeiten: Cala Pi, Sa Rapita und Colonia de Sant Jordi

Meine Unterkunft – Hotel Universal Marques

Das 4-Sterne-Hotel Universal Marques liegt im Norden von Colonia de Sant Jordi direkt am schönen Sandstrand Platja des Marques. Das Hotel ist unter anderem mit einen Swimmingpool, einem Restaurant und einer Bar ausgestattet. Vom Pool und von der Sonnenterrasse genießt man einen herrlichen Blick auf das Meer.

Ich übernachtete in einem komfortablen Zimmer mit Meerblick.

Die zweite Etappe der Mallorca-Rundfahrt: Colonia de Sant Jordi – Porto Cristo

Nach dem langen Frühstück im Buffetrestaurant genoss ich noch Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterrasse. Ich hätte gerne am Pool mit tollen Meerblick etwas gechillt, aber das war wegen des starken Windes nicht möglich. Daher hatte ich Bedenken, ob ich bei einem solchen starken Wind überhaupt radeln könnte (Böen mit 55 km/h). Das war aber kein Problem – meistens hatte ich Rückenwind.

Ich radelte auf kleinen, verkehrsarmen Straßen. Die Orte Ses Salines, Es Llombards und Santanyi beeindruckten mit ihren schönen Kirchen und malerischen Häusern und Gassen.

Cala Santanyi und Es Pontas

Das größte Highlight auf der Strecke war das Felsentor Es Pontas, das westlich vom Ferienort Cala Santanyi liegt. Ich erreichte die Gegend nach circa 20 Kilometern.

Zunächst besuchte ich aber die Bucht und den Strand. Es war warm und sonnig und ich hätte hier gerne gebadet, hatte aber keinen Bikini dabei.

Danach radelte ich Richtung Es Pontas. Am Straßenrand sperrte ich das Fahrrad ab und wanderte einige Minuten zum Aussichtspunkt. In dieser Region war ich vorher noch nie. Das wunderschöne, imposante Felsentor faszinierte mich sehr. Ich knipste viele Bilder und wanderte auf dem Felsplateau.

Die weitere Strecke verlief teilweise im hügeligen Gelände. Sehr schön waren die Dörfer S’Alqueria Blanca und S’Horta mit ihren eindrucksvollen Kirchen.

Cala Santayi und Felsentor Es Pontas

Zwischen Cala Santayi und Port Cristo

Porto Cristo

Gegen 17 Uhr erreichte ich mein Hotel in Porto Cristo. Der hübsche Ferienort liegt in einer langen Bucht und hat einen kleinen Hafen.

Die größte Sehenswürdigkeit von Porto Cristo sind die faszinierenden Höhlen Cuevas del Drach. Ich habe sie nur einmal vor vielen Jahren besucht und kann mich noch an die Bootsfahrt und ein Konzert am unterirdischen See erinnern. Allerdings muss man viel Zeit für die Besichtigung einplanen und die Tickets frühzeitig buchen. Zurzeit sind die Höhlen erst ab 11 Uhr geöffnet und das war für mich zu spät.

Nach dem Check-in im Hotel THB Felip badete ich zum ersten Mal im Meer. Das Wasser war noch sehr frisch (18 Grad), aber nach der Überwindung genoss ich es sehr, nach einem halben Jahr, wieder im Meer zu schwimmen.

Bei einem leckeren Abendessen im Hotelrestaurant ließ ich den Tag ausklingen. Ich saß auf der Terrasse und genoss beim Essen den Meerblick.

Tourendaten

StreckeColonia de Sant Jordi – Porto Cristo
Streckenlänge57 Kilometer
Höhenmeter bergaf450 m
Höhenmeter bergab450 m
Dauer (nur Fahrtzeit)4 Stunden (15 km/h)
Schwierigkeitmittel

Sehenswertes und Einkehrmöglichkeiten

  • Die Bucht und der Strand Cala Santanyi
  • Das Felsentor Es Pontas
  • Die Dörfer mit schönen Kirchen und Gassen: Ses Salines, Santanyi S’Alqueria Blanca und S’Horta
  • Der Botanische Garten in der Nähe von Ses Salines
  • Die Höhlen Cuevas del Drach in Porto Cristo
  • Die Einkehrmöglichkeiten: Ses Salines, Santanyi, Cala Santanyi, S’Alqueria Blanca und Porto Cristo

Meine Unterkunft – THB Felip

Das 4-Sterne-Hotel THB Felip ist von der Promenade und vom herrlichen Sandstrand nur durch eine kleine Straße getrennt. Das Adult-only-Hotel bietet unter anderem einen kleinen Pool mit Sonnenliegen, einen Innenpool, ein Restaurant und einen Wellnessbereich. Mein Zimmer war modern eingerichtet und verfügte über einen kleinen Balkon mit Meerblick.

Die dritte Etappe meiner Mallorca-Rundfahrt: Porto Cristo – Can Picafort

Nach dem genussvollen Frühstück auf der sonnigen Terrasse mit Meerblick machte ich noch einen kleinen Spaziergang an der Promenade und am Strand entlang. Danach verließ ich das Hotel und Porto Cristo.

Bei der dritten Etappe hatte ich nicht so viel Glück mit dem Wind. Es war herrlich sonnig, aber sehr windig wie am Vortag. Leider musste ich oft mit dem Gegenwind kämpfen und konnte dann im flachen Gelände nur mit einem Tempo von 10 bis 12 km/h fahren. Ich radelte also nach dem Prinzip “in der Ruhe liegt die Kraft” und genoss die Fahrt.

Ich fuhr durch das malerische Dorf Son Carrio und an der Kirche Sant Miquel vorbei.

Manacor

Nach circa zwei Stunden erreichte ich den beliebten Platz Rector Rubi in Manacor, der zweigrößten Stadt Mallorcas. Es war 12:30 Uhr und ich hatte erst 17 Kilometer zurückgelegt. Das war nämlich der Streckenabschnitt, auf dem ich am stärksten mit dem Gegenwind kämpfen musste. Trotzdem besuchte ich eine Bar und genoss den Blick auf die imposante Kirche Nostra Senyora dels Dolors.

Danach ging es weiter auf kleinen Straßen zwischen Bauernhöfen mit Oliven-, Orangen- und Zitronenbäumen.

In Petra besuchte ich einen Supermarkt, um mich mit Wasser, Keksen und Nüssen zu versorgen. Zu Mittag esse ich normalerweise nicht viel, auch bei sportlichen Aktivitäten. Aber es ist sehr wichtig, genügend zu trinken. Eurobike Radreisen bietet den Gästen in einem Restaurant in Petra einen landestypischen Mittagssnack. Da ich aber so langsam unterwegs war, hatte ich keine Chance, das Lokal vor 15 Uhr zu erreichen.

Nördlich von Petra konnte ich schneller radeln, da ich keinen Gegenwind mehr hatte.

In der Nähe von Ariany fuhr ich an vielen Getreide- und Mohnfeldern vorbei. Auf Mallorca blüht der Mohn schon Anfang Mai. Auf einer winzigen Straße konnte ich sogar mein kleines Stativ aufbauen und Bilder von mir auf dem Fahrrad machen. Eurobike hat nämlich viele kleine Straßen ausgesucht, die kaum jemand außer dem Landwirt kennt. Genauso schön war eine Wiese mit unzähligen Schafen. Beim Radfahren auf Mallorca sieht man übrigens überall Schafe.

Von Santa Margalida ging es flott nach Can Picafort. Zum Schluss radelte ich an der Promenade zwischen San Baulo und Can Picafort. Gegen 18 Uhr erreichte ich mein Hotel THB Gran Playa. Nach dem Check-in genoss ich das Schwimmen im kühlen Mittelmeer und die weiten Blicke auf den kilometerlangen Sandstrand Can Picafort – Platja d’Alcudia. Hier im Nordosten Mallorcas war ich schon oft und die Region Alcudia gehört zu meinen Lieblingsregionen der Insel.

Zum Ausklang des Tages gab es ein abwechslungsreiches Abendessen im Hotelrestaurant mit viel Fisch und Salat.

Manacor und Umgebung

Petra – Santa Margalida

Can Picafort

Tourendaten

StreckePorto Cristo – Can Picafort
Streckenlänge59 Kilometer
Höhenmeter bergaf600 m
Höhenmeter bergab600 m
Dauer (nur Fahrtzeit)4,5 Stunden (13 km/h)
Schwierigkeitmittelschwer, bei Gegenwind schwer

Sehenswertes und Einkehrmöglichkeiten

  • Die Kirche Sant Miquel aus dem 19. Jahrhundert in Son Carrio
  • Die Kirche Nostra Senyora dels Dolors aus dem 19 Jahrhundert am beliebten Platz Rector Rubi in Manacor
  • Einkehrmöglichkeiten: Manacor, Petra, Can Picafort

Meine Unterkunft – Hotel THB Gran Playa

Das komfortable 4-Sterne-Hotel THB Gran Playa liegt circa 200 Meter vom herrlichen Sandstrand im belebten Ferienort Can Picafort. Wie die anderen THB-Hotels handelt es sich um ein Adults-only-Hotel. Zu Ausstattung gehören unter anderem ein Pool mit Sonnenliegen, ein Restaurant und ein Wellnessbereich. Mein Hotelzimmer war sehr modern eingerichtet und verfügte über einen kleinen Balkon.

Der vierte Tag meiner Mallorca Rundfahrt: die Region Can Picafort – Alcudia

Am vierten Tag übernachtet man im selben Hotel in Can Picafort. Der Tag dient zur Erholung. Eurobike Radreisen schlägt für diesen Tag die 40-Kilometer-Strecke vor: Can Picafort – Naturschutzgebiet Parc natural s’Albufera – Ausgrabungen Pollentia – Bucht von Pollenca – Can Picafort.

Can Picafort, Alcudia und Port d’Alcudia

Die lange Bucht von Alcudia bietet kilometerlange Sandstrände. Hier genießt man wunderbare Blicke auf die Berge der beiden Halbinseln La Victoria und Llevant. Port d’Alcudia und Can Picafort gehören zu den beliebtesten Ferienorten Mallorcas.

Der breite, kilometerlange Sandstrand von Port d’Alcudia hat viele mit Palmen bewachsene Abschnitte. Das verleiht ihm ein Karibikflair, besonders an sonnigen Tagen, wenn das Meer türkisblau ist. An der Promenade und am malerischen Yachthafen haben sich viele Restaurants und Bars angesiedelt. Es lohnt sich, hier eine Pause einzulegen und den herrlichen Blick bei Kaffee und Kuchen oder einem Glas Aperol zu genießen.

Alcudia ist eine lebendige Stadt mit vielen Geschäften und Restaurants. Die größte Sehenswürdigkeit ist die Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Sie umschließt die Altstadt von Alcudia, wurde teilweise restauriert und ist begehbar.

Bike- & Hike-Tour zum Strand Platja des Coll Baix

Da ich schon mehrmals in dieser Region war, beschloss ich, an diesem herrlichen Tag die Strände zu genießen und eine Bike- & Hike-Tour zum Traumstrand Platja des Coll Baix zu unternehmen.

Zunächst radelte ich an der Hauptstraße zwischen Can Picafort und Alcudia, danach an der Promenade in Port d’Alcudia. Ich legte eine Pause am herrlichen Sandstrand von Port d’Alcudia ein.

Nördlich vom Hafen fuhr ich Richtung Osten auf der kleinen Straße Cami de s’Alou. Sie führt zu einigen Wanderparkplätzen und zum privaten Museum Sa Bassa Blanca. In der Nähe des Museums sperrte ich mein Fahrrad ab und wanderte zu Fuß weiter. Der Weg verlief teilweise im Kiefernwald mit unzähligen Zwergpalmen. Immer wieder begegnete ich Bergziegen. Bis zur Schutzhütte Refugi des Coll Baix (130 m) musste ich circa 150 Meter Aufstieg bewältigen. Danach wanderte ich bergab zum Strand, den ich zwischen den Bäumen schon sehen konnte. Der letzte Abschnitt des Wanderwegs bietet einen grandiosen Blick auf den Traumstrand und die Küste. Der Wanderweg verläuft hier auf Felsen und großen Steinen. Man muss aufpassen, weil manche Felsen rutschig sind. An einer Stelle muss man sogar kraxeln. Da ich viel Erfahrung in den Bergen habe, konnte ich hier in normalen Laufschuhen wandern.

Der Sand-/Kiesstrand Platja des Coll Baix beeindruckt durch seine Lage unterhalb eines mächtigen Bergmassives. An jenem Tag ging es dort sehr ruhig zu. Ich versuchte zu baden, aber wegen der starken Brandung war es mir zu gefährlich.

Nach einer genussvollen Stunde am Strand wanderte ich auf dem selben Weg zurück zu meinem Rad. Danach radelte ich Richtung Can Picafort. Im Ferienort Playa de Muro machte ich einen Abstecher zu einem einsamen Strandabschnitt. Hier konnte ich endlich im Meer baden.

Bei dieser Bike- & Hike-Tour legte ich 42 Kilometer mit circa 500 Höhenmetern zurück.

Vor dem Abendessen im Hotelrestaurant erlebte ich einen wunderschönen Sonnenuntergang am Strand vor dem Hotel.

Sonnenuntergang am Strand in Can Picafort

Sehenswertes in der Region Alcudia – Can Picafort

  • Die Stadtmauer von Alcudia aus dem 14. Jahrhundert
  • Der Hafen und die Promenade von Port d’Alcudia
  • Das Naturschutzgebiet Parc natural s’Albufera
  • Die Ausgrabungen Pollentia
  • Der Traumstand Platja des Coll Baix

Die vierte Etappe meiner Mallorca-Rundfahrt: Can Picafort – Inca, Stausee Cúber – Port de Sóller

Bei der vierten Etappe der Mallorca-Rundfahrt zwischen Can Picafort und Port de Soller muss man die Serra de Tramuntana überqueren. Diese Strecke ist bei sportlichen Rennradfahrern beliebt, aber für normale Genuss-Radfahrer ist sie viel zu anspruchsvoll. Deshalb bietet der Veranstalter einen Transfer zwischen Inca und dem Stausee Cúber. Die 30-Kilometer-Strecke ist steil und hat 1000 Höhenmeter Aufstieg.

Nach dem Frühstück im Hotelrestaurant startete ich die Fahrt Richtung Inca. Ich fuhr in ländlicher Umgebung an einigen malerischen Windmühlen vorbei. Die einzigen größeren Dörfer sind hier Muro und Llubi. Sehr schön ist der weite Blick auf das Dorf Muro, das auf einer Anhöhe liegt. Ich musste einen kleinen Aufstieg bewältigen, danach radelte ich durch die Gassen von Muro und an der Pfarrkirche Sant Joan vorbei. Im nächsten Dorf Llubi gibt es einen hübschen Platz, eine Kirche und eine malerische Windmühle. Der weitere Weg führte an vielen Olivenhainen und Obstplantagen vorbei. In weiter Entfernung konnte ich die Serra de Tramuntana schon sehen. Kurz vor Inca radelte ich durch kleine Weinanbaugebiete. Die Region ist für ihren guten Wein bekannt.

Der Treffpunkt für den Bustransfer um 12 Uhr war ein Shoppingcenter am westlichen Rand von Inca. Ich erreichte ihn eine halbe Stunde früher, aber auch der Eurobike-Mitarbeiter war schon da. Ich konnte das bunte Fahrzeug schon vom Weiten erkennen. Auf der Fahrt durch die Tramuntana-Gebirge unterhielt ich mich mit dem netten Mitarbeiter von Eurobike über alles Mögliche.

Santuari de Lluc

Wir legten eine kurze Pause in Santuari de Lluc ein. Der Wallfahrtsort aus dem 13. Jahrhundert liegt auf 525 Metern und ist von hohen Bergen umgeben. Das mächtige Hauptgebäude besteht aus mehreren Flügeln. Hier sind ein Gymnasium mit Internat, ein Museum, eine Herberge, die Gemeindeverwaltung von Escorca und die Wallfahrtskirche Iglesia de Lluc unterbracht.

Ich war schon zweimal in dieser Gegend. Vor ein paar Jahren besuchte ich mit meinem Freund Santuari de Lluc von Can Picafort aus mit dem Rennrad, aber wir waren nur im Restaurant. Im April unternahmen wir oberhalb vom Santuari de Lluc die Wanderung auf den zweithöchsten Gipfel Mallorcas, den Puig de Massanella, hatten aber nach der Tour leider keine Zeit mehr. Diesmal schaute ich mir das riesige Gebäude etwas genauer an.

Serra de Tramuntana und Stausee Cúber

Nach dem Besuch des Santuari de Lluc ging es durch die wunderschöne Serra de Tramuntana zum Stausee Cúber. Ich verabschiedete mich vom Eurobike-Mitarbeiter und radelte zum Stausee. In der Serra de Tramuntana gibt es zwei riesige Stauseen: Gorg Blau und Cúber. Diese Region besuchte ich im April zum ersten Mal. Allerdings legten wir nur eine kurze Fotopause beim Gorg Blau ein. Der Stausee Cúber liegt auf knapp 800 Metern und ist von der Straße etwas weiter entfernt. An diesem Tag hatte ich leider nicht so viel Glück mit dem Wetter wie bei unserer Autofahrt im April. Der Himmel war komplett bedeckt und es war frisch, aber ich hatte genügend warme Sachen dabei. Die Gegend ist ein Eldorado für Wanderer und Bergsteiger.

Ich verließ den einsamen See und radelte auf der Straße weiter. Zunächst musste ich mehr als 100 Höhenmeter Aufstieg bewältigen. Von der Straße hatte ich einen traumhaften Blick auf den Stausee und die Berge. Danach fuhr ich nur noch bergab Richtung Meer und genoss herrliche Blicke auf das fruchtbare Tal von Sóller.

Fornalutx

Der nächste Stopp war in Fornalutx. Das bezaubernde Bergdorf liegt auf 150 Metern und ist von hohen Bergen umgeben. Der Ort wird als schönstes Dorf Mallorcas bezeichnet. Ich war verzaubert von den malerischen Gassen mit Steintreppen und alten Häusern, die von Oleandern und Bougainvilleen bewachsen sind. Überall sieht man Palmen, riesige Kakteen, Bäume mit reifen Orangen und Zitronen. Auf den Berghängen wachsen Olivenbäume und Weinreben. Der höchste Berg Mallorcas, der Puig Major, ist in Fornalutx ebenfalls zu sehen.

Zunächst hatte ich keine Zeit, um den wunderschönen Ort zu besichtigen. Ich konnte nur bis 15 Uhr ein Mittagessen im Restaurant Es Turo bekommen, das für Kunden von Eurobike im Reisepreis enthalten ist. Normalerweise esse ich nicht viel zu Mittag und trinke um die Uhrzeit keinen Alkohol. Aber das 4-Gänge-Menü in diesem idyllischen Restaurant war so lecker, dass ich eine Ausnahme machte und zum Essen sogar ein Glas Roséwein bestellte. Nach dem Mittagessen sah ich mir Fornalutx genauer an. Obwohl ich schon so oft auf Mallorca war, habe ich das Bergdorf nie davor besucht.

Zum Glück führte der weitere Weg nur noch bergab. Nach dem ausgiebigen Mittagsessen hätte ich keinen Aufstieg bewältigt.

Das Tal von Sóller ist nicht weniger reizvoll als Fornalutx und wird als Orangental bezeichnet.

Restaurant Es Turo in Fornalutx

Port de Sóller

Kurz vor 18 Uhr erreichte ich die Promenade von Port de Sóller. In diesem malerischen Küstenort war ich jetzt zum dritten Mal.

Port de Sóller liegt im Nordwesten der Insel in der malerischen Bucht von Sóller. Das ist der größte Ort an der Nordküste Mallorcas. Seine wunderschöne Lage, zwei Sandstrände, die hübsche, von Palmen bewachsene Promenade und der malerische Yachthafen locken viele Besucher an. Sehenswert ist auch der größere Ort Sóller, der nur drei Kilometer vom Küstenort entfernt ist.

Nach dem Check-in im Landhotel Es Port machte ich einen kleinen Spaziergang in der hübschen Hotelanlage und durch die Stadt. Beim Abendessen in einem Lokal an der Promenade erlebte ich einen herrlichen Sonnenuntergang.

Tourendaten Can Picafort – Lluc

StreckeCan Picafort – Lluc
Streckenlänge29 Kilometer
Höhenmeter bergauf350 m
Höhenmeter bergab250 m
Dauer (nur Fahrtzeit)2 Stunden (15 km/h)
Schwierigkeitleicht bis mittelschwer

Tourendaten Stausee Cúber – Port de Sóller

StreckeStausee Cúber – Port de Sóller
Streckenlänge28 Kilometer
Höhenmeter bergauf200 m
Höhenmeter bergab950 m
Dauer (nur Fahrtzeit)circa 1,5 Stunden (18 km/h)
Schwierigkeitmittelschwer

Sehenswertes und Einkehrmöglichkeiten

  • Die Windmühlen auf der Strecke zwischen Can Picafort und Muro
  • Die Pfarrkirche San Joan in Muro
  • Santuari de Lluc – Wallfahrtsort aus dem 13. Jahrhundert
  • Serra de Tramuntana
  • Der Stausee Cúber
  • Das Bergdorf Fornalutx
  • Der Hafen, die Promenade und der Strand in Port de Sóller
  • Einkehrmöglichkeiten: Muro, Llubi, Lluc, Fornalutx, Port de Sóller

Meine Unterkunft – Es Port in Port de Sóller

Das 4-Sterne-Landhotel Es Port befindet sich in einem alten Herrenhaus aus dem 17. Jahrhundert mitten einer riesigen Gartenanlage mit subtropischer Vegetation und alten Bäumen. Das Hotel liegt am Fuße der Berge und ist nur 150 Meter vom Strand und von der Promenade entfernt. Zur Ausstattung des komfortablen Hauses gehören unter anderem zwei Pools, eine Sonnenterrasse, eine riesige Gartenanlage mit Tischen und Stühlen, zwei Restaurants, zwei Bars und ein Wellnessbereich.

Mein Zimmer war modern im landestypischen Stil eingerichtet und verfügte über eine Terrasse mit Bergblick.

Die fünfte Etappe meiner Mallorca-Rundfahrt: Port de Soller – Playa de Palma

Die fünfte Etappe ist die anspruchsvollste Strecke der Mallorca-Rundfahrt. Es handelt sich um eine 60-Kilometer-Etappe mit circa 900 Metern Höhenunterschied. Nach dem Frühstück im Hotelrestaurant startete ich die Fahrt. Um die Aufstiege leichter zu bewältigen, stellte ich die beiden Radtaschen mit dem Koffer im Gepäckraum ab und radelte nur mit einem kleinen Tagesrucksack.

Sóller

Mein erstes Ziel war Sóller. Von Port de Sóller ist der größere Ort nur drei Kilometer entfernt. Die wichtigste Sehenswürdigkeit in Sóller ist die Altstadt mit dem Plaça Constitució und der Pfarrkirche Sant Bartomeu aus dem 13. Jahrhundert. Von meinem Kurzurlaub in dieser Region vor mehreren Jahren kann ich mich an die beliebte, nostalgische Straßenbahn erinnern, die zwischen Sóller und Port de Sóller verkehrt. Allerdings fährt sie in Corona-Zeiten nicht.

Nach dem kleinen Abstecher begann ich mit dem langen Aufstieg. Zum Glück waren die Aufstiege meist nicht so extrem steil und ich konnte sie gut bewältigen. Zwei- oder dreimal schob ich das Fahrrad, allerdings nur kurz. Die Strecke bot wunderbare Blicke auf die Küste und die Berge. Besonders schön war der Ausblick auf den verschlafenen Ort Llucalcari.

Deiá

Das nächste Highlight war das Künstlerdorf Deiá. Der wunderschöne Ort liegt auf einem Hügel und verzaubert mit seinen alten Gebäuden und malerischen Gassen. Anfang des vergangenen Jahrhunderts haben sich in Deiá zahlreiche Künstler niederlassen, darunter Pablo Picasso.

Son Marroig

Nach einer längeren Pause in Deiá ging es weiter bergauf Richtung Valldemossa. Ich konnte die schöne Halbinsel Na Foradada erkennen, auf der ich vor mehreren Jahren gewandert bin. Damals besuchte ich auch das Herrenhaus Son Marroig. Das ehemalige Herrenhaus des österreichischen Erzherzogs Ludwig Salvator beherbergt ein Museum mit Möbeln, Keramiken und mallorquinischen Gemälden. Atemberaubend ist der Blick von der Terrasse des Museums auf die Küste und die kleine Tempel aus weißem Marmor. Der kleine Abstecher lohnt sich auf jeden Fall, das Herrenhaus liegt nämlich direkt neben der Straße.

Nicht weniger sehenswert wäre sicher das Kloster Monestir de Miramar gewesen. Das älteste Gebäude Mallorcas liegt zwischen Olivenhainen und bietet einen grandiosen Blick auf die Küste und die Halbinsel Na Foradada. Leider ist die Sehenswürdigkeit etwas weiter von der Straße entfernt. Ich befürchtete, dass ich für die nächsten Highlights auf der Strecke nicht genügend Zeit hätte, wenn ich das Kloster besuchte.

Was ist zu dem Zeitpunkt nicht wusste: Ich konnte auf einem Pass auf 430 Metern nicht weiter fahren. Die Straße war nämlich wegen eines Rennens der Rennradprofis gesperrt und ich musste fast eine Stunde warten. Es war aber nicht so schlimm. Ich unterhielt mich mit einem anderen Radfahrer und es war sehr interessant, den Radprofis zuzusehen.

Valldemossa

Ab dem Pass ging es bergab nach Valldemossa. Den Ort hatte ich früher nie besucht. Neben Deiá und Fornalutx gehört Valldemossa zu den schönsten Dörfern Mallorcas. Der Ort liegt am Fuße der Serra de Tramuntana auf 430 Metern. Das Bergdorf mit seinen alten Häusern, Gassen und Sehenswürdigkeiten lockt unzählige Touristen an. Die wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Kartause von Valldemossa – das ehemalige Kloster aus dem 14. Jahrhundert. Hier verbrachten der polnische Komponist Frédéric Chopin und die französische Schriftstellerin George Sand den Winter 1838/39. Das Kloster wurde zu einem Museum mit Reliquien von Chopin und mallorquinischen Gegenständen umgebaut.

Die Originalstrecke von Eurobike führt weiter an der Nordküste entlang. Sehenswert ist hier das Bergdorf Esporles, das ich noch nie besucht habe. Die Strecke ist um 7 Kilometer länger und hat zusätzlich 150 Höhenmeter Aufstieg. Nach dem längeren Stopp in Valldemossa entschloss ich mich, die Strecke abzukürzen. Es war schon ziemlich spät und ich wollte genügend Zeit für Palma de Mallorca haben.

Ich radelte von Valldemossa direkt Richtung Süden. Nach Palma de Mallorca ging es nur noch bergab. Ich genoss einen herrlichen Blick auf Valldemossa und verließ die wunderschönen Nordküste Mallorcas.

Palma de Mallorca

Auf Radwegen erreichte ich die Innenstadt von Palma de Mallorca und fuhr durch ruhige Gassen mit zahlreichen Cafés und Bars.

Die wichtigste Sehenswürdigkeit von Palma de Mallorca ist die imposante Kathedrale La Seu. Das gotische Bauwerk stammt aus dem 13. Jahrhundert. Neben der Kathedrale liegt der Palast, den der spanische König bei seinen Besuchen auf den Balearen nutzt. Darüber hinaus gibt es in der Altstadt mehr als 30 weitere Kirchen. Im Mittelpunkt der Altstadt liegt der malerische Platz Plaça Major.

Für die Besichtigung der Hauptstadt ist ein Verlängerungstag optimal. Ich hatte Palma de Mallorca bereits während eines anderen Urlaubs besucht.

Als ich am sechsten Tag meiner Mallorca-Rundfahrt die Kathedrale, das Wahrzeichen von Palma de Mallorca, erreichte, war ich sehr glücklich und stolz auf mich. Es war ein Ziel, das ich die ganze Zeit vor den Augen hatte. Grundsätzlich waren die 60-Kilometer-Strecken für mich ein Genuss, aber am verregneten ersten Tag, bei Gegenwind und bei Aufstiegen, musste ich auch sportlicher fahren. Ich war glücklich, weil ich so viel gesehen und erlebt habe.

Von der Kathedrale, die an der Küste liegt, war es nicht mehr weit nach Playa de Palma. Ich radelte an den Promenaden entlang und erreichte gegen 18 Uhr das Hotel Caballero.

Nach dem Check-in bezog ich mein Zimmer und stellte das Eurobike-Leihrad im Fahrradkeller ab. Ich war ein bisschen traurig, weil meine Radreise so schnell zu Ende ging.

Vor dem Abendessen im Hotelrestaurant erlebte ich einen weiteren Sonnenuntergang auf Mallorca.

Tourendaten

StreckePort de Sóller – Playa de Palma
Streckenlänge60 km
Höhenmeter bergauf850 m
Höhenmeter bergab850 m
Dauer (nur Fahrtzeit)5 Stunden (12,5 km/h)
Schwierigkeitmittelschwer bis schwer

Sehenswertes und Einkehrmöglichkeiten

  • Soller
  • Deiá
  • Son Marroig
  • Valldemossa
  • Palma de Mallorca
  • Einkehrmöglichkeiten: Deiá, Valldemossa, Palma de Mallorca, Playa de Palma

Meine Unterkunft – Hotel Caballero in Playa de Palma

Das komfortable 4-Sterne-Hotel Caballero liegt in ruhiger Lage in Playa de Palma und ist 200 Meter vom langen Sandstrand und von der Promenade entfernt. Das Hotel bietet unter anderem zwei Pools, eine kleine Gartenanlage, ein Restaurant und zwei Bars. Mein Zimmer war modern eingerichtet und verfügte über einen Balkon.

Der letzte Tag auf Mallorca

Mein Urlaub auf Mallorca war nach der letzten Etappe Port de Sóller – Playa de Palma noch nicht vorbei. Ich verbrachte noch einen Tag in Playa de Mallorca. Wegen des Corona-Tests war ein Verlängerungstag notwendig. Am nächsten Tag machte ich einen Antigentest am Flughafen, aber es wäre auch im Hotel möglich gewesen. Wichtig ist die vorzeitige Anmeldung im Hotel (mindestens 24 Stunden vorher) oder die Online-Registrierung für den Test am Flughafen.

Nach dem Test hatte ich noch genügend Zeit, um am Meer entlang zu spazieren, zu joggen und im Meer zu baden. Zum Abschluss des Urlaubs genoss ich den letzten Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen ging es mit dem Taxi zum Flughafen. Für die Rückreise ist Playa de Palma optimal, weil der Flughafen nur fünf Kilometer entfernt ist.

Mein Radurlaub auf Mallorca mit Eurobike Radreisen – Fazit

Ich kann die Mallorca-Rundfahrt mit Eurobike Radreisen allen weiterempfehlen, die gerne die wunderschönen Reiseziele beim Radfahren erkunden.

Mein Radurlaub mit Eurobike Radreisen war ein perfekter Mix aus Bewegung, Sightseeing und Genuss. Obwohl ich davor Mallorca schon zehnmal Mal besucht hatte, habe ich zuvor nie so viel von der Insel gesehen. Viele Highlights wie Cala Pi, Es Pontas, Fornalutx und Valldemossa besuchte ich bei der Mallorca-Rundfahrt zum ersten Mal.

Ich hatte genügend Zeit für die sehenswerten Orte und konnte am späten Nachmittag im Meer baden und Sonnenuntergänge vor dem Abendessen genießen.

Die Auswahl der Radstrecken war hervorragend. Bis auf wenige Ausnahmen verläuft die Mallorca-Rundfahrt auf kleinen und verkehrsarmen Straßen. Alle Straßen sind asphaltiert und auch für Rennradfahrer geeignet. Viele Strecken zwischen Fincas und winzigen Dörfern sind wahre Geheimtipps.

Ich konnte die 60-Kilometer-Strecken mit 300 bis 800 Höhenmetern problemlos bewältigen. Nur bei extrem starkem Gegenwind am dritten Tag war es schwieriger. Wer Bedenken hat, ob er die Strecken mit einem normalen Fahrrad schafft, kann ein E-Bike leihen oder mitnehmen.

Die komfortablen Hotelzimmer in guten 4-Sterne-Hotels sowie der Gepäcktransfer von Hotel zu Hotel sorgten für einen entspannten Aktivurlaub.

Die Mallorca-Rundfahrt hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich mir gut vorstellen kann, im nächsten Jahr eine weitere Radreise mit Eurobike Radreisen oder eine Fernwanderung mit der Schwestergesellschaft Eurohike Wanderreisen zu unternehmen.

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